Madame Wu Teesalon

Grüner Tee

Herkunft und spezielle Sorten

Eine spezielle Sorte des grünen Tees ist der bekannte chinesische Gunpowder-Tee, das ist zu kleinen Kügelchen gerollter grüner Tee. Ein anderer bekannter grüner Tee kommt aus Japan, nämlich der Genmaicha, ein mit gerösteten Reiskörnern versehener grüner Tee.
Grünen Tee gibt es auch in aromatisierter Form in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dazu werden dem grünen Tee entweder Blütenblätter oder natürliche bzw. naturidentische Aromen beigefügt.

Verarbeitung

Grüner Tee, der aus Blättern, Knospen und Stielen der Teepflanze stammt, wird nicht fermentiert. Nach dem Pflücken und Welken werden die Teeblätter kurz in Pfannen bei wiederum bis zu 280°C erhitzt (vor allem chinesische Grüntees) oder bei über 100°C gedämpft (meist japanische Grüntees), um die Aktivität der Fermente im Blatt zu stoppen und eine Reihe von ursprünglichen Inhaltsstoffen zu erhalten. Im Anschluss werden die Blätter gerollt, getrocknet, gesiebt bzw. sortiert und verpackt. Grüner Tee ist nicht für die lange Lagerung geeignet und sollte daher innerhalb eines Jahres verbraucht werden.

Zubereitung

Grüner Tee darf nicht mit zu heißem Wasser zubereitet werden. Die Temperatur sollte daher zwischen 70 und 90°C liegen. Die Dosierung wird meist mit 4 bis 5 gehäuften Teelöffel Tee pro 1 Liter gewählt. Grüner Tee kann mit einem ersten schnellen Aufguss einmal kurz gewaschen werden, um einen eventuellen Grasgeschmack zu entfernen. Die reguläre Ziehzeit liegt bei 1 bis 3 min, nicht länger, da ansonsten der Tee zu bitter schmecken kann. Der Tee kann ohne weiteres bis zu dreimal aufgegossen werden.

Wirkung

Grüner Tee mit seinem hohen Gehalt an Antioxidantien und Vitamin C steht mit an erster Stelle der besonders gesunden Tees. 10 bis 24 % seiner Trockenmasse bestehen aus Polyphenolen, Substanzen, die das Risiko von Herzinfarkten und Gefäßerkrankungen reduzieren, die unterstützend wirken beim Schutz vor Hautalterung und Hautkrebs, beim Behandeln von Falten und bei Sonnenbränden. In grünen Tees treten besonders reichhaltig polyphenolische Catechine auf die für ihre krebsinhibierenden, antibiotischen und antiviralen Eigenschaften bekannt sind.
Des Weiteren enthält der grüne Tee bis zu 5,2 % Koffein. Dieser Wirkstoff ist im grünen Tee hauptsächlich an Gerbstoffe gebunden und wird erst im menschlichen Darm freigesetzt, die Wirkung des Koffeins setzt somit im Vergleich zu schwarzem Tee oder sogar Kaffee langsamer ein, ist aber von längerer Dauer.
Grüner Tee wirkt einerseits wohltuend und entspannend, sein Koffein verringert aber die Müdigkeit und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Dieser Tee eignet sich also zur Belebung, ist daher weniger geeignet für das Trinken vor dem Schlafengehen. Des Weiteren regt grüner Tee die Verdauung an, ist also für den Genuss nach dem Mittagessen besonders geeignet.